Vorsorgeuntersuchung

Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung sollte alle sechs bis zwölf Monate durchgeführt werden. Sie hilft, durch entsprechende Beratung und Aufklärung, Erkrankungen zu vermeiden, aber auch durch die Untersuchung bösartige Erkrankungen bereits im Frühstadium zu erkennen und somit die Heilungschancen zu verbessern. Die Vorsorgeuntersuchung in meiner Ordination beinhaltet folgende Punkte:

Anamnese:

Hier werden im ärztlichen Gespräch Vorerkrankungen erhoben und Risikofaktoren erkannt.

Koloskopie:

Durch die Betrachtung des Muttermundes unter der Vergrößerung können abnorme Bereiche am Muttermund erkannt werden.

Krebsabstrich:

Durch die Entnahme von Zellen des Muttermundes mit einer kleinen Bürste (Cytobrush als Standard für richtige Entnahme) und genaue Aufbereitung  können Vorstufen von Muttermundkrebs erkannt werden und gegebenenfalls mit einem kleinen Eingriff entfernt werden. Muttermundkrebs kann vor allem auch bei jungen Frauen auftreten und wird oft durch Infektion mit HPV Vieren verursacht. Mit einem entsprechenden HPV Abstrich kann man auch testen, ob diese Vieren am Muttermund vorhanden sind. Als besonders sicheren Krebsabstrich kann ich auch die so genannte Dünnschichtzytologie anbieten, die einen besonders sicheren Befund liefert, aber nicht von allen Krankenkassen bezahlt wird.

Scheidensekretuntersuchung:

Durch Untersuchung des Scheidensekrets mit dem Mikroskop können Infektionen erkannt und gezielt behandelt werden. Manchmal ist es auch nötig einen bakteriellen Abstrich einzusenden, um in einer Kultur einen Erreger zu finden und zu therapieren.

Gynäkoligische Tastuntersuchung:

Bei der Untersuchung des kleinen Beckens können Größe, Lage und Abnormitäten von Gebärmutter und Eierstöcken erkannt werden. Außerdem können Hinweise für Entzündungen oder Eileiterschwangerschaften gefunden werden.

Ultraschall:

Bei der Untersuchung mittels Ultraschallsonde durch die Scheide können Gebärmutter und Eierstöcke genau dargestellt werden. Damit können auch Eierstockzysten oder Myome der Gebärmutter erkannt und deren Größe genau gemessen werden. Durch Messungen der Durchblutung der Organe mit Farbdoppler Ultraschalluntersuchung kann man auch Hinweise für bösartige Tumore erkennen.

Laborkontrolle:

Eine Blutabnahme in der Ordination kann manchmal helfen, Befunde zu verdeutlichen. Ich mache die Blutabnahme in der Praxis und leite das abgenommene Blut an ein Fachlabor weiter. Natürlich werden die Patientinnen bei auffälligen Befunden von mir informiert.